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VHS-Frankfurt
„WAS BLEIBT...“
Goethe-Universität Frankfurt (Poelzig-Bau)
Im Dezember 1925 schließen sich die acht größten deutschen Chemiefirmen, Hoechst, Bayer, BASF, Agfa, Cassella, Kalle, Weilerter Meer und Griesheim-Elektron, zur Interessengemeinschaft Farben, kurz IG Farben, zu dem damals größten Chemiekonzern der Welt zusammen. Im August 1928 wird unter fünf ausgewählten Architekten, darunter auch der Frankfurter Stadtbaudezernent Ernst May, ein beschränkter Wettbewerb zur Errichtung der Verwaltungszentrale der IG Farben durchgeführt, den der Architekt Hans Poelzig gewinnt.
Der Poelzig-Bau ist ein siebengeschossiges Gebäude, das in Stahlskelett-
bauweise errichtet wurde (1928 - 1930). 2.000 Fenster, 14 Aufzüge und Paternoster, elf Kilometer Wasser- und 30 Kilometer Stromkabel wurden verarbeitet. Der Rohbau umfasste 230.000 Kubikmeter.
Während des zweiten Weltkrieges entwickelte die IG Farben AG ein chemisches Verfahren zur Herstellung von Buna (Gummi) und Treibstoff. Die Buna-Produktion fand im KZ Auschwitz statt, da dort die Arbeitskräfte am günstigsten waren; viele tausend Zwangsarbeiter starben. Außerdem produzierte eine Tochterfirma das Giftgas Zyklon B. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs bezog die US-Armee ihr Hauptquartier in diesem Gebäude. Am 25. Juni 1996 kaufte schliesslich die Goethe-Universität Frankfurt dieses geschichtsträchtige Ensemble.
Frontalansicht"Türme"EingangshalleCafeteriaFlurTreppenaugeGartenanlage
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